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Checkliste: Nach einem Todesfall
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Checkliste:

Maßnahmen der Betroffenen nach einem Todesfall

schnellstens:

  • Benachrichtigung eines Arztes (bei Tod im Krankenhaus veranlasst das die Klinik)
    – Totenschein als Voraussetzung für das Tätigwerden von Behörden
    – ggf. ärztliches Zeugnis für die Lebens- / Unfallversicherung

  • Benachrichtigung der Angehörigen

  • Meldung des Todesfalls beim Standesamt (bei Tod im Krankenhaus veranlasst das die Klinik)
    – Sterbeurkunde (ausreichende Zahl von Exemplaren beantragen)

  • Beauftragung eines Bestattungsinstituts
    – Wahl der Bestattungsart (Erd-, Urnen-, Seebestattung)
    – ggf. Wahl der Grabstätte
    – Auswahl Sarg, Blumenschmuck, Musik
    – Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber einer Sterbekasse

  • Nachricht an Kirche/Religionsgemeinschaft
    – Ablauf der Trauerfeierlichkeiten

  • Benachrichtigung des Arbeitgebers

  • Soziale Organisation der Bestattung
    – Bewirtung der Trauergäste
    – Unterbringung auswärtiger Trauergäste
    – Todesanzeige in der Zeitung
    – Danksagungskarten

immer:

  • Hilfe und Unterstützung annehmen und/oder konkrete Wünsche ausdrücklich äußern

  • aufmerksam und tolerant bleiben gegenüber allen übrigen Hinterbliebenen (jeder trauert anders)

hat Zeit bis nach der Bestattung:

  • Vermögensübersicht erstellen

  • bei Nachlassverschuldung: sich beraten lassen
    – innerhalb der 6-Wochen-Frist Entscheidung über Ausschlagung der Erbschaft
    – bei Fristversäumung prüfen, ob Anfechtung der Annahme möglich ist
    – andere Haftungsbegrenzungsmöglichkeiten wahrnehmen

  • Einreichung des Original-Testaments beim Nachlassgericht am letzten Wohnort, ggf. Benachrichtigung des vom Verstorbenen testamentarisch bestimmten Testamentvollstreckers

  • bei Bedarf: Erbschein beantragen

  • Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber Lebensversicherung, Ausbildungs- und Ausstattungsversicherung, Unfallversicherung, Krankenversicherung

  • bei Unfalltod oder Tod infolge von Berufskrankheiten: Geltendmachung von gesetzlichen Ansprüchen gegenüber
    – gesetzlicher Unfallversicherung
    – Berufsgenossenschaft
    – ggf. Ansprüche gegenüber dem Unfallverursacher

  • Geltendmachung von beamtenrechtlichen Ansprüchen (Beihilfe)

  • Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber dem Arbeitgeber
    – Abrechnung über letztes Gehalt, Überstunden, Urlaubsgeld
    – begrenzte Gehaltsfortzahlung wegen Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung
    – ggf. Betriebsrente

  • Hinterbliebenenrente beantragen
    – Rente von BfA oder LVA, Altershilfe der Landwirte, Versorgungswerk, Beihilfe aus Sozialversicherung

  • Ablösung von Bauspardarlehen durch Lebensversicherung

  • Prüfen, welche Versicherungen gekündigt oder beibehalten werden sollen (Feuer-, Wasser-, Sturmversicherung für Hausgrundstücke, Hauseigentümerhaftpflicht, Hausratversicherung, Kfz-Haftpflicht etc.)

  • Mietvertrag kündigen oder beibehalten

  • Telefon, Zeitschriftenabonnements, Mitgliedschaften kündigen oder beibehalten

  • Antrag auf Grundbuchberichtigung, falls der Verstorbene Grundeigentum hatte (innerhalb von zwei Jahren nach dem Todesfall gebührenfrei)

  • Entscheidung über Weiterführung eines Geschäfts oder Geschäftsveräußerung, Geschäftsaufgabe oder Geschäftsverpachtung

  • Ausländisches Vermögen überführen / umschreiben lassen

  • Erbschaftsteuererklärung abgeben